Klaus Mücke

Wer nicht handelt, wird be-handelt

Systemische Lehr- und Lerntexte
zu psychiatrischen und psychosozialen Problemlösungen für Betroffene, Angehörige und Professionelle

2., völlig überarb. und erweit. Aufl. des Buches „Die psychotische Krise“

494 Seiten (15 cm x 21 cm)

32,80 €; 33,80 €-A; 49,95 SFr

ISBN 978-3-9806094-7-0

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In diesem Buch finden Sie Anregungen für die Lösung unterschiedlicher Probleme und Herausforderungen, die sich im psychosozialen und psychiatrischen Kontext häufig stellen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf psychotischen Verhaltens- und Erlebensweisen, die unter einer vollkommen neuen und unerwarteten Perspektive beschrieben und erklärt werden. Es bietet den entwicklungs-psycho-logischen „Schlüssel“, um psychotische Phänomene bzw. Symptome in ihrer eigenen Logik nachvollziehen und verstehen zu können.

Im Einzelnen finden sich unter anderen folgende Themen:

  • Wertschätzung als zentrales, dialektisches Wirkprinzip
  • Systemische und entwicklungs-psycho-logische Erklärungsmodelle bei schizophrenen, manisch-depressiven und schizoaffektiven Psychosen – Ursachen, Verlauf und psychotherapeutische Interventionen
  • Psychotherapeutische und pragmatisch-alltagstaugliche Umgangsweisen bei psychotischen Erlebens- und Verhaltensweisen
  • Suizidprophylaxe und Interventionen in suizidalen Krisen – Ambivalenzfrei ist nur der Tod
  • Zur professionellen Chronifizierung psychosozialer Probleme: Wie lassen sich Chronifizierungsprozesse besonders nach psychotischen Krisen vermeiden?
  • Bedingungen für eine gute Kooperation zwischen Psychiater/inne/n und Psychotherapeut/inn/en bei psychotisch diagnostizierten Menschen unter der Annahme größtmöglicher Unterschiedlichkeit – pragmatische Überlegungen
  • Psychotherapie und soziale Kontrolle – eine wesentliche Unterscheidung
  • Kritik der Psychotherapie als medizinischer Heilbehandlung
  • Implikationen und Konsequenzen des „diagnostischen Blicks“ in der Psychiatrie
  • Provokative Thesen zum psychiatrischen Krankheitsverständnis

 

 

Vorwort

Ich habe einen Traum ...

Ich habe den Traum, dass Menschen, die in bestimmten Situationen und unter bestimmten Umweltbedingungen mit psychischen Problemen oder Symptomen reagieren und entsprechende Verhaltensweisen zeigen, nicht als „psychisch krank“ abgestempelt werden, sondern dass ihnen als Expert/inn/en für ihr Leben wertschätzend begegnet wird.

Ich habe den Traum, dass die diffamierenden Begriffe „psychisch krank“ und „psychische Krankheit“ aus dem professionellen Vokabular getilgt werden und stattdessen Menschen in ihrer Würde, ihrer Verantwortung und ihrer Autonomie geachtet und ernst genommen werden. Denn das psychische System eines Menschen – seine Seele bzw. sein Geist – kann zwar Probleme bekommen und mit Symptomen reagieren, „krank“ kann es nicht werden. Das ist allein dem physischen System – dem Körper bzw. Leib – vorbehalten. Erst die widersinnige Kombination von „Krankheit“ und „Psyche“ führt zu der abwertenden Bedeutungsgebung, die auf die gesamte Persönlichkeit eines Menschen abfärbt.

Ich habe den Traum, dass die tiefe existentielle Sehnsucht eines jeden Menschen, als Mensch vorbehaltlos anerkannt, angenommen und geliebt zu werden – ohne etwas sein, tun oder leisten zu müssen, in der Begegnung mit anderen und im Umgang mit sich selbst in Erfüllung geht.

Ich habe den Traum, dass jeder Mensch bei seiner Geburt mit der Haltung begrüßt wird: „Du bist das Beste, was uns passieren konnte“ und er sich in seinem Leben als Geschenk des Universums an die Welt begreifen und zu sich selbst sagen kann: „Gut, dass es mich gibt!“

Klaus Mücke

angeregt durch Martin Luther Kings

berühmte Rede „I have a dream“ vom 28.08.1963

 

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort UND DANKSAGUNG ZUR 2. AUFLAGE....................... 21

1. Handeln vs. Behandlung.................................................................. 21

2. Zur Entpathologisierung der menschlichen Psyche....................... 24

3. Hinweise und Danksagung.............................................................. 26

1. KONTAKTAUFNAHME....................................................................... 27

2. WERTSCHÄTZUNG ALS ZENTRALES, DIALEKTISCHES WIRKPRINZIP DER SYSTEMISCHEN PSYCHOTHERAPIE...... 33

2.1 Einleitung und Begriffsklärung....................................................... 33

2.1.1 Wertschätzung........................................................................... 34

2.1.2 Empathie: Mitgefühl versus Mitleid......................................... 38

2.1.3 Einfühlung, Respekt und Psychose.......................................... 40

2.2 Wertschätzung als Fundament der Systemischen
Psychotherapie
.................................................................................. 41

2.3 Wertschätzung und Dialektik in der Systemischen
Psychotherapie
.................................................................................. 41

2.4 Die Wertschätzung eines Symptoms................................................ 46

2.5 Psychiatrische Diagnosen und Wertschätzung............................... 56

2.6 Die Wertschätzung der Erzählung der Kund/inn/en....................... 58

2.6.1 Wertschätzung und Nutzung von Wirklichkeitskon-
struktionen................................................................................. 59

2.6.2 Die Annahme der Erzählung der Kund/inn/en.......................... 60

2.6.3 Die wertschätzende Berücksichtigung kritischer Einwände..... 66

2.7 Wertschätzung als dialektische Aufhebung der Ambivalenz.......... 68

2.8 Allparteilichkeit................................................................................. 71

2.9 Die Würdigung einer schuldhaften Tat .......................................... 73

2.10 Zwei Übungen zur Aneignung einer wertschätzenden
Haltung
........................................................................................... 76

2.10.1 Wertschätzendes Selbstmanagement ...................................... 76

2.10.2 Wertschätzende Haltung anderen gegenüber .......................... 77

 

3. ERKENNTNISTHEORETISCHE ÜBERLEGUNGEN ZU
PSYCHOTISCHEN PHÄNOMENEN
................................................. 79

3.1 Die Betrachtung des Wahn-Sinns unter psychologischem
Blickwinkel
........................................................................................ 79

3.2 Bedingungen, die von einem psycho-logischen Erklärungs-
modell zu erfüllen sind
...................................................................... 82

3.3 Prämissen einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie............... 83

3.4 Erkenntnistheoretische Probleme statistischer Untersuchungen
zur Erblichkeit der Schizophrenie.
................................................... 84

3.5 Der Anlage-Umwelt-Streit – konstruktivistisch betrachtet............. 91

 

4. ZUR FAMILIENTHERAPEUTISCHEN KONSTRUKTION
SCHIZOPHRENOGENER FAMILIENVERHÄLTNISSE
................ 99

4.1 Die Double-Bind-Hypothese.......................................................... 100

4.2 Schizophrenie als Ausdruck einer verwirrenden familialen
Sozialisation
..................................................................................... 102

4.3 Die Drei-Generationen-Theorie der Schizophrenie...................... 104

4.4 Konfusionierender Kommunikationsstil........................................ 105

4.5 Das Konzept der schizophrenogenen Mutter................................. 106

4.6 Imbroglio (betrügerische Verwicklung) oder das Sechs-
Phasen-Modell der Verrücktheit
.................................................... 107

4.6.1 Phase 1: Patt-Situation zwischen den Eltern............................ 107

4.6.2 Phase 2: Ein Kind wird in den elterlichen Konflikt
miteinbezogen......................................................................... 108

4.6.3 Phase 3: Das Kind verhält sich ungewöhnlich......................... 109

4.6.4 Phase 4: Kehrtwendung des vermeintlichen Bündnis-
partners des Kindes................................................................. 109

4.6.5 Phase 5: Ausbruch der „Psychose“.......................................... 110

4.6.6 Phase 6: Das Symptom des Kindes als strategisches
Mittel für die Eltern................................................................. 110

4.6.7 Zusammenfassung und kritische Anmerkungen...................... 110

4.7 Konfusionierende bis chaotische Familienmuster........................ 113

4.8 Einige Folgen der defizitorientierten Beschreibung von
Familiensystemen
............................................................................ 119

4.9 Zum Trost: Problematische Familienverhältnisse als Basis
eines erfolgreichen Lebens
............................................................ 124

4.10 Einige hilfreiche Erkenntnisse aus dem Steinbruch der
defizitorientierten Familientherapie
............................................... 125

 

5. KOMPETENZORIENTIERUNG UND RESSOURCEN-AKTIVIERUNG – HILFREICHE SICHTWEISEN UND
HALTUNGEN
...................................................................................... 127

5.1 Jede Kompetenz ist immer auch ein Defizit................................... 127

5.2 Jedes Defizit ist immer auch eine Kompetenz............................... 127

5.3 Die Verwandlung von Minus-Symptomatik in Aktivität............... 129

5.4 Wer macht was mit wem? – Gedanken zu einem weit
verbreiteten Missverständnis
........................................................... 130

5.5 Grundsätze für eine hilfreiche therapeutische Haltung............... 131

5.6 Auswirkungen einer kompetenzorientierten Haltung................... 138

 

6. WAHN-SINN ALS ANTHROPOLOGISCHE KONSTANTE........ 139

6.1 Die komplexe Fähigkeit, wahn-sinnig zu werden......................... 139

6.2 Die Dominanz des psychischen Systems unter
Deprivationsbedingungen
............................................................... 140

6.2.1 JOHN C. LILLYs Samadhi Tank............................................ 140

6.2.2 Sozialer Tod als Ursache und Resultat wahnsinnigen
Erlebens................................................................................... 141

6.2.3 Hypothesen aufgrund der Erfahrungen in reiz-
deprivierten Kontexten............................................................ 142

 

7. EIN KOMMUNIKATIONSTHEORETISCHES MODELL
SCHIZOPHRENEN VERHALTENS
................................................ 145

7.1 Die Erzeugung einer Modellpsychose............................................ 145

7.2 Kommunikationstheoretische Schlussfolgerungen....................... 149

7.3 Die Konstruktion einer Zwickmühlensituation, in der
psychotisches Verhalten nachvollziehbar wird
.............................. 150

7.4 Mögliche Folgen der Etikettierung als „psychisch krank“
– ein Gedankenexperiment
............................................................. 152

7.5 Wahn-Sinn als Folge und Resultat von Wahrnehmungs-
mustern in psychiatrischen Kontexten
........................................... 154

7.5.1 Das Rosenhan-Experiment...................................................... 154

7.5.2 Einige Bemerkungen zur Konstruktion psychiatrischer
Wirklichkeiten......................................................................... 156

 

8. DIE SCHIZOPHRENE KRISE ALS LÖSUNGSVERSUCH
EXISTENTIELL ERLEBTER LOYALITÄTSAMBIVALENZ
– EIN SYSTEMISCHES UND ENTWICKLUNGS-PSYCHO-LOGISCHES ERKLÄRUNGSMODELL
......................................... 161

8.1 Vorbemerkung................................................................................ 161

8.2 Hauptmerkmale schizophrenen Verhaltens und Erlebens........... 161

8.3 Bindungskräfte............................................................................... 163

8.4 Innere Konflikte.............................................................................. 166

8.5 Dissoziation aggressiver Strebungen............................................. 169

8.6 Erklärungsbedürfnisse und die Entwicklung eines Wahn-
systems (Logik von Erklärungsnotwendigkeiten)
.......................... 174

8.7 Weitere schizophrene Symptome und ihre (psycho-)logische
Erklärung
........................................................................................ 175

8.7.1 Gedankenlautwerden: Schuld- und Dissoziationslogik........... 176

8.7.2 Paranoide Ideen: Beziehungslogik........................................... 176

8.7.3 Konkretistisches Denken: kognitive Logik.............................. 179

8.7.4 Vermeidung intentionaler Kommunikation: exkom-
munikative Strategien.............................................................. 180

8.7.5 Zur scheinbar größeren Verletzlichkeit schizophren
diagnostizierter Menschen...................................................... 182

8.7.6 Zusammenfassung der Psycho-Logik schizophrener
Symptome............................................................................... 183

8.8 Eine psychologische Erklärung für psychotische Reaktionen
beiaufdeckendem psychoanalytischen Vorgehen
.......................... 186

8.9 Zwang und Schizophrenie: Ähnlichkeiten und Unterschiede...... 187

 

9. PSYCHISCHE UND PHYSISCHE WIRKUNGSWEISEN VON NEUROLEPTIKA: KONSEQUENZEN UND HINWEISE............. 191

9.1 Neuroleptika als Mittel sozialer Kontrolle..................................... 191

9.2 Weitere psychische Auswirkungen von Neuroleptika................... 194

9.3 Zur Biochemie von Neuroleptika................................................... 195

9.4 Exkurs: Anmerkungen zur Dopaminhypothese der
Schizophrenie
.................................................................................. 199

9.5 (Neben-)Wirkungen von Neuroleptika.......................................... 201

9.6 Einige der gebräuchlichsten Neuroleptika.................................... 207

9.7 Exkurs: Einige Bemerkungen zum Elektroschock....................... 209

9.7.1 Zur Geschichte der Elektroschockbehandlung........................ 210

9.7.2 Einige Kommentare zur Elektrokrampftherapie...................... 210

9.7.3 Erfahrungen aus der Praxis...................................................... 216

9.8 Hinweise für die psychotherapeutische Praxis.............................. 218

 

10. SYSTEMISCHE ERFAHRUNGSWERTE, HYPOTHESEN
UND HINWEISE BEI SCHIZOPHRENEN VERHALTENS-
WEISEN
............................................................................................... 221

 

11. SYSTEMISCHE INTERVENTIONEN BEI SCHIZOPHRE-
NEN VERHALTENS- UND ERLEBENSWEISEN
......................... 229

11.1 Das Anbieten einer krankheitsrelativierenden Wirklich-
keitskonstruktion
............................................................................. 229

11.2 Wertschätzen der intensiven Bindung zwischen Eltern
und Kind
......................................................................................... 233

11.3 Die Aufhebung der Exkommunikation........................................ 234

11.4 Innere Firmenkonferenz: Vom innerpsychischen Konflikt
zur wertschätzenden Kooperation
.................................................. 236

11.5 Vom innerpsychischen Konflikt zur äußeren Auseinander-
setzung
............................................................................................. 238

11.6 Utilisation der Symptome: Konstruktivistische Bedeutungs-
gebung (vgl. SCHMIDT 2000)
........................................................ 242

11.7 Weitere systemische Interventionen............................................. 245

 

12. SCHULD- UND AFFEKTLOGIK MANISCH-DEPRES-
SIVER DYNAMIKEN
.......................................................................... 249

12.1 Die depressive Phase als passive Bestätigung der Loyalität
zum Familiensystem
........................................................................ 250

12.2 Die manische Phase als Negierung bei gleichzeitiger
Bestätigung der Loyalität zum Familiensystem
............................. 251

12.3 Die (psycho-)logischen Ursachen des Wechsels zwischen
Manie und Depression: Schuld- und Affektlogik
.......................... 251

12.3.1 Schuld als Folge des „frühen“ Todes eines Familien-
mitglieds.................................................................................. 256

12.3.2 „Schuld“ infolge wechselnder Koalitionen........................... 258

12.4 Psychotherapeutische Interventionen.......................................... 261

12.4.1 Flexibilität und schnelle Fokusverschiebung......................... 261

12.4.2 Akzeptieren der Unterschiedlichkeit der Eltern..................... 262

12.4.3 So-tun-als-ob..........................................................................262

12.4.4 Psychotherapeutische Ambivalenz........................................ 262

12.4.5 Innere Familienkonferenz ..................................................... 263

12.4.6 Arbeit mit Schuld................................................................... 263

12.4.7 Arbeit mit dem Krankheitskonzept ....................................... 263

 

13. ZUSAMMENFASSENDE GRAFIK DES DARGESTELL-
TEN SYSTEMISCHEN ERKLÄRUNGSMODELLS VON
PSYCHOSEN
...................................................................................... 265

 

14. ZUR LOGIK SCHIZOAFFEKTIVER PSYCHOSEN.................... 267

14.1 Besonderheiten schizoaffektiver Psychosen................................ 267

14.2 Spezifische therapeutische Interventionen.................................. 270

14.2.1 Therapeutische Nutzung von Extrempositionen.................... 270

14.2.2 Wahrung der therapeutischen Neutralität.............................. 271

14.2.3 Fragen nach den Auswirkungen des eigenen Tuns................ 272

14.2.4 Zielkonflikte deutlich machen............................................... 272

 

15. ERFAHRUNGSWERTE UND HINWEISE FÜR DIE SYSTE-
MISCHE PSYCHOTHERAPIE DER PSYCHOSEN
...................... 273

 

16. SYSTEMISCHE ELTERNARBEIT – EINIGE BEMER-KUNGEN.............................................................................................. 279

 

17. ZUR PROFESSIONELLEN CHRONIFIZIERUNG PSYCHO-
SOZIALER PROBLEME
................................................................... 285

17.1 Einführung................................................................................... 285

17.2 Fragen zur Problemproduktion, -aufrechterhaltung und
-verschlimmerung
............................................................................ 285

17.3 Für den therapeutischen Prozess selbstreflexive Chronifi-zierungsfragen................................................................................. 287

17.4 Rat-Schläge zur Konstruktion, Verschlimmerung und
Chronifizierung von Problemen
..................................................... 289

17.5 Indizien für einen gelungenen professionellen Chroni-fizierungsprozess............................................................................. 293

17.6 Wie müsste man ein Problem konstruieren, um es
möglichst lange zu konservieren?
................................................... 294

17.6.1 Die Benennung und Beschreibung psychischen Leidens
als Krankheit........................................................................... 295

17.6.2 Ursächliche Erklärungen als Chronifizierungshilfen............. 299

17.6.2.1 Biologisch-medizinische Ätiologiemodelle.................. 299

17.6.2.2 Familientherapeutische und verhaltenstherapeu-
tische Ätiologiemodelle................................
.................... 301

17.7 Ausblick: Thesen und Konsequenzen.......................................... 306

 

18. SYSTEMISCHE SUIZIDPROPHYLAXE UND INTER-
VENTIONEN IN SUIZIDALEN KRISEN
......................................... 311

18.1 Einführende Gedanken................................................................ 311

18.2 Kommunikationstheoretische Aspekte von Suizidabsichten
und ihre therapeutische Nutzung
.................................................. 313

18.3 Mögliche Beweggründe und Kontextbedingungen für
Selbstmordimpulse
.......................................................................... 317

18.4 Exkurs: Schulderleben und Suizid.............................................. 319

18.4.1 Schuld und Absolution.......................................................... 322

18.4.2 Schuld und Sühne................................................................. 323

18.4.3 Schuld als Zeichen innerer Verbundenheit............................ 325

18.5 Zwei unterschiedliche psychische Konfliktkonstellationen
in suizidalen Krisen und ihre therapeutische Nutzung
................. 325

18.6 Suizidimpulse aus Angst, nicht normal zu sein........................... 335

18.7 Suizidabsichten und Suizidversuche als Übergangsritual......... 341

18.8 Der Wunsch, geliebten, verstorbenen Menschen in den
Tod zu folgen
................................................................................... 346

18.9 Suizidversuch ohne suizidale Absichten......................................347

18.10 Die Nutzung sozialer Kontrolle zur Suizidprophylaxe.............. 350

18.11 Die professionelle Abwehr der beziehungsgestaltenden
Wirkung von Suiziddrohungen bzw. Suizidversuchen
.................. 352

18.12 Das Gewicht des Diesseits oder die Sehnsucht nach
Geborgenheit
................................................................................... 354

18.13 Schlussbemerkung...................................................................... 355

 

19. BERATUNG UND PSYCHOTHERAPIE – EIN UNTERSCHIED?.............................................................................................. 357

19.1 Einführung................................................................................... 357

19.2 Implikationen des Begriffs „Psychotherapie“............................. 358

19.3 Die Konstruktion von Psychotherapie als medizinische
Heilbehandlung und ihre Folgen
................................................... 361

19.4 Schlussfolgerungen und Konsequenzen...................................... 363

 

20. PSYCHOTHERAPIE UND SOZIALE KONTROLLE –
EINE WESENTLICHE UNTERSCHEIDUNG
................................. 365

20.1 Vorbemerkung.............................................................................. 365

20.2 Das Konstrukt der Schuldunfähigkeit......................................... 365

20.3 Not-wendige Merkmale der Unterscheidung............................... 367

20.4 Hausordnung................................................................................ 371

20.5 Kontext, Handlung und Symptom................................................ 372

20.6 Utilisierung sozialer Kontrollmaßnahmen.................................. 374

20.7 Die Nutzung der Doppelrolle als Berater/in und soziale
Kontrolleur/in
.................................................................................. 377

20.8 Restriktive Fehleinschätzung....................................................... 378

20.9 Die Entmystifizierung der forensischen Psychiatrie und
das Konzept der Verantwortungslosigkeit
..................................... 381

20.10 Die Psychiatrie als Institution sozialer Kontrolle...................... 383

20.11 Exkurs: Zur Privatisierung psychiatrischer Kliniken............... 387

 

21. GEWISSENSBILDUNG ALS GEWALTPRÄVENTION............. 389

21.1 Das Gewissen in Abhängigkeit von systemischen
Zugehörigkeiten
.............................................................................. 390

21.2 Das Gewissen als systemisches Sinnesorgan............................... 394

21.3 Menschliche Freiheit und schlechtes Gewissen.......................... 400

21.4 Unterschiedliche Gewissensbindungen....................................... 401

21.5 Gesellschaftliche Konsequenzen aus dem systemisch-konstruktivistischen Gewissensbegriff........................................... 404

21.6 Psychotherapeutische Konsequenzen.......................................... 406

21.7 Zusammenfassende Schlussfolgerungen..................................... 411

 

22. ZUR KOOPERATION ZWISCHEN PSYCHIATER/IN-
NE/N UND PSYCHOTHERAPEUT/INN/EN
................................... 413

22.1 Einführung................................................................................... 413

22.2 Über die Unmöglichkeit, Kooperation zu vermeiden.................. 414

22.3 Konkrete Schwierigkeiten und Kooperationsmöglichkeiten....... 415

22.3.1 Die psychotherapeutische Nutzung psychiatrischer
Einrichtungen oder: Ein Psychiatrieaufenthalt als
archaisches Übergangsritual.................................................... 415

22.3.2 Ein wechselvolles therapeutisches Verhältnis oder: Der
Kampf um die richtige Definition der Wirklichkeit................ 421

22.4 Die psychotherapeutische Nutzung von Psychiater/innen
und psychiatrischen Institutionen
................................................. 426

22.5 Bedingungen für eine optimale Kooperation.............................. 427

 

23. KRITIK DER PSYCHIATRISCHEN DIAGNOSTIK –
IMPLIKATIONEN UND KONSEQUENZEN DES
„DIAGNOSTISCHEN BLICKS“ IN DER
BIOLOGISCHEN PSYCHIATRIE
.................................................... 429

23.1 Einleitung und Problemstellung.................................................. 429

23.2 Zur Praxis der psychiatrischen Diagnostik................................. 430

23.3 Der diagnostische Prozess und seine Konsequenzen für
die persönliche Identität des Diagnostizierten
............................... 438

23.4 Institutionelle Aspekte des diagnostischen Blicks:
Der psychiatrische Schutzwall
........................................................ 441

23.5 Voraussetzungen und Charakteristika des
diagnostischen Blicks
...................................................................... 444

23.5.1 Der psychiatrische Krankheitsbegriff.................................... 444

23.5.2 Das gesellschaftliche Ausgrenzungsparadigma..................... 445

23.5.3 Emil Kraepelin: Opfer des psychiatrisch-diagnosti-
schen Blicks............................................................................ 446

23.5.4 Die Transformation des Wahnsinns in ein
biologisches Ereignis.............................................................. 447

23.6 Ausblick......................................................................................... 448

 

24. AUS FEHLERN WIRD MAN KLUG.............................................. 449

24.1 Verlust der Ziel-Neutralität.......................................................... 449

24.2 Bedrohung der Autonomie........................................................ 455

24.3 Missachtung des Problemerlebens............................................... 456

24.4 Verlust der therapeutischen Hexenposition................................ 457

24.4.1 Empathisches Mitschwingen reicht alleine nicht................... 457

24.4.2 Zu einseitige Lösungsorientierung........................................ 458

 

25. LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS............................ 461

25.1 Literatur........................................................................................ 461

25.2 Internetquellen.............................................................................. 478

ABBILDUNGSVERZEICHNIS.............................................................. 480

PERSONENREGISTER......................................................................... 481

SACHREGISTER.................................................................................... 487

 

 

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