
Klaus Mücke
Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch
Psychoaktive
Sinnsprüche für alle Lebenslagen
Auflage: 8.000 Exemplare: Bisher 6.000 verkaufte Exemplare
Dieses systemische Geschenkbuch ist eine Zusammenstellung der wirkmächtigsten psychoaktiven Sinnsprüche, die aus der systemischen Denktradition stammen, sich von ihr haben anregen lassen bzw. Einfluss auf sie genommen haben. Sie sollen hilfreiche Irritationen, Anregungen, Stärke, Trost, Freude und Lebenslust vermitteln.
Die verschiedenen Denkanstöße,
Wirklichkeitskonstruktionen bzw. Wahrnehmungsmöglichkeiten sind
thematisch geordnet. Dadurch lassen sich für konkrete Fragestellungen – im
besten Sinne – verstörende
Gedanken und Ideen finden, die neue Perspektiven und Horizonte erschließen und zu einer optimalen
Erwartungsenttäuschung führen.
Kleine Kostproben:
Traue niemandem, der anderen
misstraut.
Klaus Mücke
Wer sich nicht ausdrückt,
wird (bald) bedrückt.
Klaus Mücke
Neulich bin ich in mich
gegangen und nach zwei Minuten schreiend wieder rausgerannt.
Martin Buchholz
Wer nicht handelt, wird
(bald) be-handelt.
Klaus Mücke
Je stärker du drückst, desto
stärker schlägt das Symptom zurück.
Klaus Mücke
Meine
Bescheidenheit ist mein größter Stolz.
Gunther Schmidt
Wer nur Defizite wahrnimmt,
hat eine defizitäre Wahrnehmung.
Klaus Mücke
Die Welt des Glücklichen ist
eine andere als die Welt des Unglücklichen.
Ludwig Wittgenstein
Niemals lässt sich ein Unrecht oder eine Schuld
durch ein anderes Unrecht
oder eine andere Schuld rechtfertigen.
Klaus Mücke
Wer nichts zu sagen hat, ist auch nicht
umstritten.
Klaus Mücke


Warnende Vorworte
und Danksagung
Ein und derselbe Aphorismus kann als todbringendes Schwert, als heilender Balsam oder als nutzloses Werkzeug gebraucht werden. Es kommt darauf an, in welchem Kontext und für welchen Zweck er verwendet wird.
Sowohl die Entwicklung der Humanität als auch die dunkelsten Kapitel der Menschheit haben auf eindringliche bzw. erschreckende Weise gezeigt, dass Sprache mindestens im gleichen Maße wie das Sein – die ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnisse – der Menschen eine realitätserzeugende Macht ist, der man sich nur schwer entziehen kann. Demnach bestimmt das Sein nicht nur das Bewusstsein, sondern das über Sprache vermittelte Bewusstsein auch das Sein. Materialismus schlägt in Idealismus um und Idealismus wird zur materiellen Kraft, die häufig ihre Ideale in ihr Gegenteil verkehrt.
Jede sich absolut setzende Erkenntnis kann niemals der Wahrheit entsprechen und birgt die Gefahr totalitärer Wirkung. Das gilt ebenfalls für alle der hier zusammengetragenen bzw. erstmals vorgestellten Sinnsprüche und Gedanken.
Allein in der Hand bzw. im Mund des Lesers/der Leserin liegt es, sie in einem hilfreichen und konstruktiven Sinne zu verwenden. Dabei sollten ethische Prinzipien wie Heinz von Foersters pragmatisch-ethischer Imperativ „Handle stets so, dass deine Wahlmöglichkeiten größer werden“ und Kants kategorischer Imperativ „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ – bezogen auch auf übergeordnete gesellschaftliche und natürliche Kontexte – handlungsleitend wirken.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, allen Menschen zu danken, die mich mit ihren Ideen und Gedanken inspiriert und zum Weiterdenken angespornt haben. Im Besonderen bin ich Arnold Retzer, Bert Hellinger, Gunther Schmidt, Helm Stierlin, Steve de Shazer, Gunthard Weber, Cloé Madanes, Fritz Simon und Frank Farrelly zu Dank verpflichtet.
Der Name, der unter dem jeweiligen Sinnspruch steht, gibt an, von wem ich ihn zum ersten Mal gehört bzw. gelesen habe oder wem er im Allgemeinen zugeschrieben wurde. Er bezeichnet deswegen nicht immer den/die originäre/n Urheber/in.
Nicht unbedingt mag das, was ich gehört habe, das gewesen sein, was gesagt wurde. Deshalb kann ich mich meines Teiles der Verantwortung bei zitierten Reden nicht entziehen.
Aphorismen, bei denen mir der Ursprung nicht bekannt war, habe ich mit dem Zusatz „N.N.“ gekennzeichnet.
Bei Sinnsprüchen, die keinen Namenszusatz haben, und bei Überschriften der Aphorismen vor einem Doppelpunkt liegt die Verantwortung über Inhalt und Form allein bei mir. Den wesentlichen Beitrag allerdings zu den meisten meiner Gedanken haben die Teilnehmer/inne/n meiner Fortbildungsseminare und Supervisionen und die Kund/inn/en in den unterschiedlichen Beratungs- und Psychotherapiekon-texten (Familienberatung, Paar- und Einzeltherapie) geleistet. Ihnen gilt mein besonderer Dank.
Sicherlich hätte man die thematische Gruppierung auch anders und noch systematischer gestalten können, doch so wie das Leben selbst sich nicht in eine vorgegebene Ordnung pressen lässt, wollte ich das kreative Chaos der oft blitzartig auftauchenden Gedanken nicht ersticken.
Annette Pälchen danke ich auch diesmal für ihre Geduld und die wertvollen Korrekturen am Text.
Allen Leser/inne/n wünsche ich bei der Lektüre viel Vergnügen, viele Gedanken zum Weiterdenken und Anregungen für die Gestaltung eines (sozial) erfüllten und glücklichen Lebens.
Potsdam, den 18.07.2002 Klaus Mücke
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