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Umgang mit
sich selbst
Abwertung 2. Ordnung: "Ich werte mich ab, weil ich
mich abgewertet habe."
Klaus Mücke
Wertschätzung 2. Ordnung: "Gut, dass ich mich abgewertet habe,
weil mich das daran erinnert,
liebevoll mit mir umzugehen."
Klaus Mücke
Wer als menschlichen Schatz über eine erhöhte
Sensibilität und Einfühlungsfähigkeit verfügt, benötigt auch
einen angemessenen Schutz für ihn.
Klaus Mücke
Innenweltverschmutzung
Jeder Mensch bestimmt selbst darüber, ob er seine Innenwelt von
anderen verschmutzen lässt oder nicht.
Klaus Mücke
Moral und
Ethik in systemischer Perspektive
Systemisch ist das Gewissen nichts anderes
als ein Sinnesorgan für die Werte, Ziele und Normen jener
Gemeinschaften (Familie, Gruppen, Verbände, Parteien und anderer
sozialen Systeme), zu denen man sich zugehörig fühlt.
Klaus Mücke
Moral ist immer kontextabhängig.
Klaus Mücke
Der Appell an das - fälschlicherweise als unbestechlich
gedachtes - Gewissen von Abgeordneten ist unter systemischen
Gesichtspunkten nichts anderes als der Appell an die Werte,
Ziele und Normen der Zugehörigkeitssysteme der Abgeordneten. Das
Gewissen ist demnach das Konglomerat der Werte, Ziele und
Normen aller Interessengruppen, denen sich die Abgeordneten
verpflichtet fühlen.
Klaus Mücke
Es gibt nichts Bestechlicheres als das menschliche
Gewissen.
Klaus Mücke
*
Krankheit
auf Rezept - mit System
Wenn die
Finanzierung der Krankenkassen - von denen sich manche als
Gesundheitskassen bezeichnen - von der Schwere der Diagnosen
abhängig gemacht wird, muss man sich nicht wundern, wenn
Krankenkassen Anreize für Ärzte schaffen, damit diese ihre
Patient/inn/en zunächst in der Diagnosestellung"kränker" machen.
So wie bei der Finanzkrise besteht die begründete Gefahr,
dass sich das dann in der realen Welt materialisiert.
Eine Diagnosestellung, die Menschen "kränker" beschreibt,
kann sie in einem ganz wörtlich zu verstehenden Sinn tatsächlich
auch kränker machen - mitunter mit letalen Folgen, besonders
wenn man - aufgrund hoher Compliance - als Patient/in diese
Diagnose übernimmt.
Wir haben es so mit einem System zu tun, das Krankheit und nicht
Gesundheit fördert. Daran wird sich auch nichts
Grundsätzliches ändern, wenn man diese absurden Regelungen als
individuelle Fehlleistungen einzelner Ärzte anprangert.
Potsdam, den 28.01.2008
Klaus Mücke
*
Gläserne Patient/inn/en
Wenn alle gesundheitsrelevanten Daten von Patient/inn/en auf
ihrer Chipkarte gespeichert werden, kommt es zu einer
Akkumulation von Krankheiten, die jeder Mensch von Geburt an im
Leben gesammelt hat. Zwangsläufig muss das dann dazu
führen, dass nur noch Krankheit wahrgenommen wird und
Ärzt/inn/en sich mit ihren Patient/inn/en darüber wundern, dass
sie noch am Leben sind.
Potsdam, den 28.01.2008
Klaus Mücke
*
Enthusiasmus prädestiniert für
Ent-täuschungen.
Potsdam, den 28.01.2008
Klaus Mücke
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Die emotionale Bindung an eine/n ehemalige/n
Partner/in wirkt in manchen Fällen wie ein Keuschheitsgürtel.
Potsdam, den 28.01.2008
Klaus Mücke
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Jeder Kontakt vergiftet die Trennung
Wenn jemand sich einseitig aus einer Liebesbeziehung lösen
möchte, gilt der Grundsatz: Jeder Kontakt vergiftet die
Trennung. Kontakt entfacht die Hoffnung bei demjenigen, der
verlassen wird, so dass die Enttäuschung sicher ist.
Potsdam, den 30.01.2008
Klaus Mücke
*
Das Internet als janusköpfiges
Wesen
Basisdemokratisches Potential
Das Internet ist ein
janusköpfiges Wesen: Einerseits können sich hier Elemente einer
basisdemokratischen Gesellschaftsformation durchsetzen, von
denen noch vor Jahren geträumt wurde. Jeder kann seine
persönliche Sicht der Welt veröffentlichen und jede/r kann
Zugang zu dieser Sicht erhalten. Hiermit kann jede/r Bürger/in
- wenn über die entsprechenden Voraussetzungen wie Bildung,
Internetkompetenz und die entsprechende technische Ausstattung
verfügt wird - am öffentlichen Meinungsbildungsprozesse
teilnehmen und ihn beeinflussen.
Das Ende der Privatsphäre oder
der Mensch als veröffentlichtes Wesen
Andererseits geht mit ihm ein
- anscheinend gesellschaftlich noch gar nicht ins Bewusstsein
gedrungener - Wandel persönlicher Identitäten einher. Dieser
Wandel führt tendenziell zur Auflösung der Privatsphäre, denn
alles kann im Internet über die eigene Person verbreitet werden,
selbst dann wenn man keine Berühmtheit ist. Jede Bewegung eines
Menschen, die von anderen beobachtet wird, kann im Internet
veröffentlicht werden, aber auch jedes Gerücht und jede
Mitteilung, die als private Mitteilung per e-mail durchs
Internet geschickt wird, kann ins Internet gestellt werden. Im
Endeffekt führt diese Entwicklung im Extrem dazu, dass Menschen
sich in ganz konkretem Sinne als gesellschaftliche - der
Veröffentlichung preisgegebene - Wesen erfahren.
Potsdam, den 28.01.2008
Klaus Mücke
*
Soziale
Gerechtigkeit als ausgleichende Gerechtigkeit
Es ist eine der vornehmsten Aufgaben eines
Staates, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. "Natürliche" -
also gesellschaftshistorisch entstandene - Benachteiligungen
aufgrund sozialer Herkunft und spezifischer sozioökonomischer,
emotionaler und familialer Bedingungen hat er durch
entsprechende korrigierende Eingriffe und Regularien wenn nicht
zu beseitigen, so doch zu lindern, um in diesem Sinne einen
größtmöglichen Ausgleich herbeizuführen und Chancengleichheit
anzustreben.
Das Streben des Staates nach ausgleichender Gerechtigkeit erhöht
nicht nur sein Ansehen, sondern gibt ihm einen wesentlichen Teil
seiner Legitimation. Wenn der Staat, wie in den vergangenen
Jahrzehnten diese Aufgabe insbesondere aufgrund neoliberaler und
marktradikaler Ideologeme vernachlässigt und soziale
Ungerechtigkeit noch verstärkt, gefährdet er genau diese
Legitimation und schadet damit nicht nur seinen Bürger/inne/n,
sondern sich selbst.
Klaus Mücke
Die Glücklichen und die
Unglücklichen
Ein Unglück und ein Unrecht ziehen hinter der Regel ein
anderes Unglück und ein anderes Unrecht nach (eskalierende
Ungerechtigkeit).
Einige Beispiele: Ein Kind, das seine Eltern verloren hat,
ist damit ja schon erheblich gestraft. Häufig folgen dann
Lebensumstände (Heimaufenthalt, Lieblosigkeit). die das Unrecht
noch potenzieren. (In den 1960er und 1970er Jahren waren viele
Heime der alten Bundesrepublik nichts anderes als mittels
Schwarzer Pädagogik und Misshandlungen geführte Arbeitslager.)
Menschen, sie im Kriege ihr Hab und Gut verloren haben und
flüchten mussten, werden in der Regel von der sie aufnehmenden
Bevölkerung schlecht behandelt oder erfahren auch hier Gewalt.
Aus diesem Zusammenhang leitet sich die Pflicht
derjenigen ab, deren Umstände weit günstiger waren, für
ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen.
Häufig aber - so muss leider festgestellt werden - kümmern
sich Aufsteiger/innen nur wenig um diejenigen, die sie
zurücklassen.
Klaus Mücke
Wirtschaftskrise und
Wachstumsfetischismus:
Artikel:
Zeit und Geld - obwohl bereits aus dem Jahr 2004, doch so
aktuell wie nie - hier klicken!
Der Wert eines Menschen im
Neoliberalismus: Humankapital.
Klaus Mücke
Der Mensch und der freie Markt
'Ich kaufe, also bin ich.' Wer nicht kauft bzw. kaufen
kann, existiert nicht für den Markt. Und da der Markt vollkommen
amoralisch und mitleidlos ist, lässt es ihn kalt, ob ein Mensch,
der nicht am Marktgeschehen teilnehmen kann, existiert oder
nicht.
Klaus Mücke
Arbeitslosigkeit
Wenn die Zahl offener Stellen auf dem Arbeitsmarkt nur einen
Bruchteil der Menge an Arbeitslosen ausmacht, ist es blanker,
menschenverachtender Zynismus zu behaupten, jeder, der eine
Arbeit finden will, fände auch eine.
Klaus Mücke
So schnell wie einem Verschwörungstheorien unterstellt werden:
Man könnte an eine Verschwörung glauben.
Klaus Mücke
Ökonomie und Astrologie
Die Prognosen der ökonomischen Wissenschaft könnten mit
ähnlichen Trefferquoten ebensogut von der Astrologie erstellt
werden.
Klaus Mücke
Eine kleine Rechnung zur
Absurdität permanenten Wirtschaftswachstums
Übrigens habe ich mal nachgerechnet: Immer wird von den
"Wirtschaftsexperten" darauf verwiesen, dass Wirtschaftswachstum
unverzichtbar ist. 5 % müssten es schon sein. Manche
haben zu Hoch-Zeiten des Neoliberalismus mit weit höheren
Profitraten gerechnet.
Reell hat die Menschheit zum Glück in den letzten 2000 Jahren
ein Wachstum von etwas mehr als 0,0 % erwirtschaftet.
Hätten wir nämlich ein konstantes Wachstum von 5 %, hätte uns
dieses Wachstum schlicht und ergreifend umgebracht, was sich
sehr schnell mit Hilfe des sogenannten Josefscents zeigen lässt.
Josef will für Jesus einen Cent mit fünf Prozent verzinsen,
macht nach 2000 Jahren: (1,05) hoch 2000 Ct, was folgenden Wert
ergibt:
23.911.022.050.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 €
in Gold ausgedrückt wären das bei einem Goldpreis von 14.000 €
pro kg
1.707.930.147.000.000.000.000.000.000.000.000.000 kg Gold,
teilt man diese Masse Gold durch die Erdmasse von
5,974 · 1024 kg erhält man
28.589.389.800 Erdmassen.
Jetzt ist die Frage nur: Wo stapelt man das ganze Gold?
Bei drei Prozent ergibt sich noch immerhin ein Wert von
47.255.178.790.000.000.000.000.000 Cent =
472.551.787.900.000.000.000.000 €,
was ca 7,9 % der Erdmasse in Gold ausmacht. Das wäre auch nicht
viel besser.
Klaus Mücke
Der Mensch als Fortsetzung der
Wirtschaft
Der Mensch scheint für die Wirtschaft dazusein.
Er muss konsumieren, damit es der Wirtschaft gut geht.
Und was tut die Wirtschaft für den Menschen?
Klaus Mücke
Gewinnmaximierung als Ziel?
Die Ökonomen sagen: Das Ziel eines Unternehmens ist
Gewinnmaximierung.
Eigenartig! Und ich dachte, das Ziel eines Unternehmens sei es
in erster Linie,
hilfreiche und sinnvolle Produkte hervorzubringen. Wie naiv von
mir!
Klaus Mücke
Schlechtbezahlte Arbeit
Wie kommt es eigentlich, dass die unangenehmsten Arbeiten
am schlechtesten bezahlt werden?
Klaus Mücke
Lohnsklaverei und Zwangsarbeit
Wenn Menschen nicht mehr von ihrer Arbeit leben können,
kann wohl kaum von gerechter oder angemessener Entlohnung
gesprochen werden - stimmiger scheinen in diesem Zusammenhang
die Begriffe "Lohnsklaverei" und "Zwangsarbeit".
Klaus Mücke
Nachhaltigkeit
Entweder der Mensch versteht es, 100%ig nachhaltig zu
wirtschaften, oder es wird bald keine Menschen mehr geben.
Klaus Mücke
Schulden
Fast alle Staaten sind verschuldet. Die meisten Banken
sind verschuldet. Praktisch alle Konzerne und mittelständischen
Betriebe sind verschuldet. Privatpersonen sind
ebenfalls verschuldet. Wie kann das sein? Stimmt irgendetwas
nicht an unserem Wirtschaftssystem?
Klaus Mücke
"Die besondere Dynamik des kapitalistischen Wirtschaftssystems besteht darin,
daß Geld und Zins miteinander verbunden sind. Rein mathematisch reißt der Zins
die Menschen auseinander: diejenigen, die an der Armut zugrunde gehen, und diejenigen,
die an der Zahlungsnot des Kreditnehmers immer reicher werden."
Eugen Drewermann, Theologe
"Jetzt
endlich habe ich erkannt, daß der Zins die einzige wahre und
wirkliche Ursache dafür ist, daß die Welt dem Wahnsinn des
ewigen Wachstums verfallen ist."
Konrad Lorenz, öst.
Verhaltens-forscher, Nobelpreis 1973
"Jeder, der glaubt, dass exponentielles Wachstum für immer
weitergehen kann in einer endlichen Welt, ist entweder ein Irrer
oder ein Ökonom."
Kenneth Ewart Boulding,
brit-amerikan. Ökonom 1966
"Ich glaube, daß wir in unserem
Geldsystem eine Art karzinombildendes Element haben, das unsere
Wirtschaft fort-während krank macht... Meiner Meinung nach kann
dieses Geldsystem nur dadurch funktionieren, daß es immer wieder
zusammenbricht und dann wieder von vorn begonnen wird. Diese
Zusammenbrüche nennt man dann Kriege oder Wirtschaftskrisen oder
Inflationen, je nachdem, aber das bedeu-tet eigentlich nur, daß
dieses System in sich kein Regulativ hat, das zu eine
vernünftigen Eindämmung führen würde.“
Michael Ende, dt. Autor (1992)
"Spekulanten mögen unschädlich sein als Seifenblasen auf
einem steten Strom der Unternehmungslust. Aber die Lage wird
ernsthaft, wenn die Unternehmungslust die Seifenblase auf einem
Strudel der Spekulation wird."
John Maynard Keynes
Wenn die Börsenkurse
fallen (1930, veröffentlicht in "Die Weltbühne")
Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen - echt famos!
Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.
Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.
Trifft's hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken -
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!
Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.
Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.
Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und - das ist das Feine ja -
nicht nur in Amerika!
Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.
Kurt Tucholsky
Coaching für
Führungskräfte
Wenn Mitarbeiter/innen nach einer Anweisung (einem
Arbeitsauftrag oder Bemerkung) einer Führungskraft sagen: "Ja,
aber ...", kann man das als Führungskraft - wie viele Coachs
empfehlen - als "Nein, lassen Sie mich doch in Ruhe!" hören. Für
denjenigen, der einen autoritären, Widerspruch nicht duldenden
Führungsstil pflegen möchte, mag das gelten. Wer aber möchte,
dass sich Mitarbeiter/innen mit dem Betrieb identifizieren
können und sich als motivierende, kreative und selbstdenkende
Kooperationspartner/innen zeigen, tut gut daran, das "Ja, aber
..." als ein "Ja, und ..." zu hören, also als Bereitschaft, das
zu tun, was einem aufgetragen wurde, und gleichzeitig als
Hinweis, auf bestimmte wichtige Gesichtspunkte dabei zu achten.
Klaus Mücke
Zum anthropozentrischen
Prinzip
Wie kann ein denkendes, mit Selbst-Bewusstsein ausgestattetes
Tier nur so dumm sein zu denken, alles sei nur da, damit es in
der Welt sein könne? Und wie kann dieses anmaßende Tier denken,
alles sei für ihn und zu seiner freien Verfügung in der Welt?
Die Lösung wäre vielleicht: Systemische Demut - sich als
unbedeutendes Teil der Welt, dem größeren Ganzen, zu verstehen
und zu versuchen, einen bedeutenden (sinnvollen) Beitrag für das
Weltganze zu liefern.
Klaus Mücke
Die Sprache entlarven mittels
ihres Gebrauchs
Nach Ludwig Wittgenstein gilt: "Die Bedeutung eines Wortes
ist sein Gebrauch in der Sprache". Und man möchte
ergänzen: Die Bedeutung eines Wortes erschließt sich erst in der
konkret-erfahrenen Lebenspraxis.
Aus diesem Grunde erscheint es geboten, bestimmte WORTE UND
BEGRIFFE, von Orwellschem
Neusprech in Alltagssprache zurückzuübersetzen, um ihre
eigentliche lebenspraktische Bedeutung wieder sichtbar zu
machen:
Einige Beispiele:
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Neusprech
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Alltagssprache (lebenspraktische Bedeutung)
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Humankapital
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Der Mensch wird allein als zu verwertendes Kapital
verstanden. Der Zweck eines Menschen wird darauf
reduziert, Kapital zu generieren.
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Fördern und
Fordern
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demütigen und schikanieren
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Prekariat
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Unterschicht; Niedriglohnemfänger; Lohnsklaven
(Menschen, die keine Arbeit haben bzw. nicht von ihrer
Arbeit leben können.)
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bildungsferne
Schichten
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Menschen, die aufgrund ihrer sozialen (sprich:
finanziellen) Stellung, von Bildungsangeboten
ausgeschlossen sind.
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Biodiesel
(politisch etwas stimmiger: Agrartreibstoff)
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Mörderdiesel
(damit sollen nicht die Erzeuger beschrieben werden,
sondern die Auswirkungen dieses so hergestellten
Diesels):
"Grundnahrungsmittel wie Mais, Weizen, Zucker, Sojaöl,
Palmöl und Rapsöl werden zunehmend zu Ethanol und
Agrodiesel verarbeitet, um in Automotoren und
Blockheizkraftwerken verfeuert zu werden. 2007 landeten
weltweit 100 Millionen Tonnen Getreide im Tank statt im
Magen, mit stark steigender Tendenz. Mit der gleichen
Getreidemenge ließen sich etwa 500 Millionen Menschen
während eines Jahres ernähren. Kleinbauern und
Umweltaktivisten haben den Sprit vom Acker bereits vor
Jahren „Todeskraftstoff“ getauft und sagten einen
gnadenlosen Konkurrenz- und Verteilungskampf zwischen
Tank und Teller voraus. Er hat bereits begonnen!
Wichtige Grundnahrungsmittel werden als Folge des
globalen Agrospritbooms knapp und die Preisspirale
schraubt sich rasant in die Höhe. Lokal kam es schon zu
Engpässen bei der Nahrungsmittelversorgung und viele
Länder, von Argentinien über Indonesien bis China,
beschränken den Getreideexport." (Rettet den Regenwald
e.V. -
www.regenwald.org )
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sozial
schwach
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finanziell schlechtgestellt, verarmt
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Gedanken zur
Überwindung des Terrorismus
Mission accomplished:
Was könnten die Ziele gewesen sein, die mit den Terroranschlägen
vom 11.09.2001 erreicht werden sollten?
Wenn damit bewusst bestimmte Ziele verfolgt wurden, dann
vermutlich folgende:
1. Dem Ansehen der USA und ihrer Glaubwürdigkeit in der Welt zu
schaden.
2. Die Demokratie zu schwächen.
3. Die Feindschaft zwischen der arabischen Welt und den USA
anzuheizen.
4. Den USA finanziell und wirtschaftlich zu schaden.
Terroranschläge können jedoch niemals unmittelbar solche Ziele
realisieren. Ob sie erreicht werden, hängt allein und
ausschließlich von der Reaktion auf den Terror ab. Deswegen
sollte alles unterlassen werden, was auch nur im mindesten dazu
führen könnte, dass Terroristen ihre Ziele erreichen. Denn
andernfalls wäre das eine Ermutigung für Terror.
Man möchte es lieber nicht glauben, doch die Reaktion der
U.S.-Regierung unter George W. Bush auf den Terror hat genau
dazu geführt, dass alle Ziele der Terroristen bzw. Ossama bin
Ladens erreicht wurden. Vielleicht waren die Maßnahmen - so
möchte man unterstellen - sogar gut gemeint, doch letztlich
haben sie den USA so geschadet, wie kein Ossama bin Laden das je
vermöcht hätte.
Jede/r weiß nun, dass der Krieg gegen den Irak mittels Betrug,
Bestechung und einer entsprechenden Medienpropaganda initiiert
wurde.
Aus der legitimen Bekämpfung des Terrors wurde der illegitime
Krieg gegen den Terror, den Tausende unschuldiger Menschen mit
ihrem Leben bezahlen mussten, was Trauer, Verzweiflung, Wut und
Rache bei den Hinterbliebenen ausgelöst hat, und sicherlich
einige dazu motivierte, sich dem Terror anzuschließen, um die
Angehörigen zu rächen..
Durch die Einschränkung der bürgerlichen Rechte beispielsweise
durch den "USA Patriot Act", durch die gesetzeswidrige
Entführung und Inhaftierung von Menschen in Geheimgefängnisse
oder nach Guantanamo und durch die offizielle Legitimation
bestimmter Foltermethoden (wie z.B. dem Waterboarding) gibt sich
der Staat selbst terroristische Möglichkeiten, diskreditiert
sich selbst und unterminiert seine demokratische Verfassung.
Kurzum: Ossama bin Laden hätte sich für die Verwirklichung
seiner Ziele keine geeignetere U.S.-Regierung und wohl keinen
geeigneteren Präsidenten wünschen können und kann jetzt leider
und erscheckenderweise triumphierend sagen: "Mission
accomplished".
Klaus Mücke
Vermischtes
Eindeutigkeit und Ambivalenz
Ich bin eindeutig gegen Eindeutigkeit. Leben heißt Ambivalenz.
Klaus Mücke
*
Jede Erfahrung ist ein Schatz
Alle Erfahrungen, die wir im Laufe des Lebens sammeln, sind Teil
unseres Erfahrungs-Schatzes - auch und insbesondere die
schlechten.
Potsdam, den 28.01.2009
Klaus Mücke
*
Alternativlosigkeit
Die Aussage „Dazu gibt es keine Alternativen“ sollte
alternativlos gestrichen werden.
Klaus Mücke
Niemals aufgeben!
Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, sollte man den Kopf
nicht hängen lassen.
N.N.
Meinungsfreiheit und Demokratie
Wenn die öffentliche Meinung als veröffentlichte Meinung von ein
paar mächtigen Medienkonzernen gebildet wird, lässt sich
schlecht von einer Mediendemokratie, noch von Meinungsvielfalt
und im Grunde noch nicht einmal von Meinungsfreiheit sprechen.
Wer das meiste Geld hat, bestimmt maßgeblich, was die Mehrheit
denkt. Anders lässt sich der Siegeszug der neoliberalen
Ideologie der letzten Jahrzehnte nicht erklären.
Klaus Mücke
Zur
Diffamierung eines Begriffs, der früher Weltverbesserer hieß
Wenn es schlecht ist, ein Gutmensch zu sein,
ist es gut ein Schlechtmensch zu sein.
Dann ist der Schlechtmensch in Wirklichkeit
ein Gutmensch,
womit es schlecht ist, ein Schlechtmensch zu sein.
Klaus Mücke
Wenn Sie etwas hören/lesen, was ich nicht gesagt/geschrieben
habe, und wenn das, was Sie gehört/gelesen haben, hilfreich war,
dann habe ich das gesagt/geschrieben, weil Sie es ja
gehört/gelesen haben.Wenn Sie etwas hören/lesen, was ich nicht
gesagt/geschrieben habe, und wenn das, was Sie gehört/gelesen
haben, nicht hilfreich oder sogar schädlich war, dann habe ich
das nicht gesagt/geschrieben, auch wenn Sie es gehört/gelesen
haben sollten.
Klaus Mücke
Was stärkt und was schwächt?
Handlungsleitend in der Psychotherapie sollte die Frage sein:
Was wirkt stärkend und was wirkt schwächend.
Klaus Mücke
Integration "psychisch
Kranker"?
Die Integration von Menschen, die als chronisch psychisch krank
bezeichnet werden, ist ein Widerspruch in sich, weil jemand
solange er als chronisch psychisch krank bezeichnet wird, immer
ausgegrenzt bleibt.
Klaus Mücke
Repressive Toleranz
Niemals sollte Toleranz so weit gehen, Intoleranz zu dulden.
Klaus Mücke
Genialität
Zwei Genies kommen dann nicht miteinander aus, wenn sie vom
jeweils anderen erwarten, als Genie anerkannt zu werden. Da
hilft dann auch keine Genialität mehr.
Klaus Mücke
Willst Du eine glückliches
Leben führen, verbinde es mit einem Ziel.
Albert Einstein
Leider keine Befreiung
Leider handelte es sich bei dem 8. Mai 1945 um keine Befreiung
Deutschlands durch die Alliierten; denn dazu hätte es eines
Volkes bedurft, das hätte befreit werden wollen. Und auch ist
mir nichts davon bekannt geworden, dass es sich bei Adolf Hitler
um ein 10.000 Meter großes und Millionen Tonnen schweres
Monstrum gehandelt hätte, das mit seinen bloßen Händen auf einen
Schlag tausende von Menschen hätte umbringen können und dem die
deutsche Bevölkerung vollkommen ausgeliefert gewesen sei.
Klaus Mücke
Sein und Zeit
Nicht das Leben hat sich nach der Zeit zu richten, sondern die
Zeit nach dem Leben!
Klaus Mücke
Gutmütigkeit ist zu schützen
Gutmütigkeit sollte durch eine klare und eindeutige
Grenzziehung geschützt werden.
Klaus Mücke
Schreiben und Erkenntnis, wissenschaftliches Arbeiten als
Dichtung
Beim Schreiben sollte man den Anspruch haben, dass in jedem Satz
eine Erkenntnis lauert. Eine wissenschaftliche Arbeit sollte wie
ein Gedicht Erfahrungen und Erkenntnisse „verdichten“.
Klaus Mücke
Schreiben und Dogma
Nichts, was ich schreibe, ist apodiktisch (dogmatisch) gemeint –
auch dieser Satz nicht. Leider kann ich niemanden daran hindern,
das von mir Geschriebene dogmatisch zu lesen.
Klaus Mücke
Man kann die Welt nur
verändern, indem man sich die Menschen so zurechtliebt, wie man
sie gerne hätte.
Juppy (Hans-Josef Becher, Ufa-Fabrik, Tempelhof)
Verständlichkeit von Gedanken
Entweder bestechen Gedanken wegen ihrer Klarheit und
Verständlichkeit oder sie sind wertlos.
Klaus Mücke
Die Welt anhalten
„Gemach, gemach“ möchte man der Menschheit zurufen. Der
wissenschaftlich-technische Fortschritt wird von den Menschen so
forciert (er schreitet nicht voran), dass wegen seiner sich
beschleunigenden Geschwindigkeit eine Folgenabschätzung kaum
mehr möglich scheint. Es wäre geboten für eine Weile die „Welt
anhalten“.
Klaus Mücke
Verantwortungs- und
Schuldfähigkeit
Verantwortungs- und Schuldfähigkeit sollte nicht nur
zugesprochen werden, sondern für eine Tat (Handlung,
Unterlassung) unter welchen Umständen und in welcher psychischen
und geistigen Verfassung auch immer zugemutet werden.
Klaus Mücke
Genialität unbewusster Prozesse
Selbst wenn einem ein Mensch als debil erscheint, kann und
sollte man davon ausgehen, dass sein Unbewusstes genial ist und
dementsprechend agiert.
Klaus Mücke
Katzendreck als
Verkaufsschlager
Wenn bloß die Werbung gut genug ist, wird sogar Katzendreck zum
Verkaufsschlager.
Klaus Mücke
Mit nichts zu vergleichen
Etwas, das mit nichts zu vergleichen ist, wird immer noch mit
dem Nichts verglichen.
Potsdam, den 10.02.2009
Klaus Mücke
Aufmerksamkeitsfokussierung und Erfolg
Je stärker du die Aufmerksamkeit auf das fokussiert, was
dir nicht gelungen ist, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit
weiteren Misserfolgs. Und: Je stärker du die Aufmerksamkeit auf
das fokussierst, was dir gelungen ist, umso größer wird die
Wahrscheinlichkeit weiteren Erfolgs.
Klaus Mücke
Höhen und Tiefen
Je tiefer ein Mensch fallen kann, umso größere Höhen kann er auch
erreichen.
Klaus Mücke
Modernisierung
Modernisierung heißt im Zeitalter der neoliberalen
Globalisierung nichts anderes als „zurück in den
Frühkapitalismus.
Klaus Mücke
Populismus
Wer andere als Populisten beschimpft, geht davon aus, dass das
Volk dumm ist und immer im Unrecht.
Klaus Mücke
Abschied
Nur ein schwerer Abschied ist ein guter Abschied.
Klaus Mücke
Entlassung von Mitarbeiter/inne/n
Wenn Mitarbeiter/innen entlassen werden müssen, sollten sich die
Entscheider das so schwer wie möglich machen. Wenn die
Mitarbeiter/innen nach der Entlassung noch immer der Firma (dem
Betrieb, der Gesellschaft oder dem Konzern) loyal gegenüber
eingestellt sind, weiß man, dass sich die Mitarbeiter/innen
ausreichend gewürdigt erleben. Wenn das nicht der Fall ist, hat
man etwas falsch gemacht.
Klaus Mücke
Treue
Doch eine Treue bleibt einem immer: Das ist die Treue zu einem
selbst.
Klaus Mücke
Ethische Erkenntnistheorie
Eine ethische Erkenntnistheorie ist not-wendig. Bei ihr kann es
nicht um Wahrheit gehen, sondern um „Güte“, also um die Frage:
„Wofür war, ist bzw. wird etwas gut sein?“
Klaus Mücke
Durchsetzung ethischer Prinzipien (Ethik 2. Ordnung)
Jemanden – auf welche Weise auch immer – zu zwingen,
ethische Prinzipien anzunehmen, ist unmoralisch.
Klaus Mücke
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